Informationen zum „Bildungsort Kindertagespflege“: Bis 31. Januar in Kassel, dann in Baunatal
Kreis Kassel. Die hessische Landesregierung und der Landkreis Kassel werben gemeinsam für mehr Tagesmütter und -väter, die sich in der Tagespflege engagieren.
Die Kinderbetreuung im Blick: Unser Foto von der Ausstellungseröffnung zeigt von links Olga Janzen (Hessisches Kindertagespflegebüro), Heike Hofmann-Salzer (Hessisches Sozialministerium), Sabine Scherer (Landkreis Kassel, Fachbereich Jugend) und Daniela Kobelt Neuhaus (Karl-Kübel-Stiftung). Foto: H. Kothe
Nun wurde im Kreishaus in Kassel (Wilhelmshöher Allee 19 A) eine Wanderausstellung unter dem Titel „Bildungsort Kindertagespflege - Von Anfang familiär, verlässlich, professionell“ eröffnet. Entwickelt wurde sie gemeinsam vom Hessischen Sozialministerium, der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie und dem Hessischen Kindertagespflegebüro.
Die Ausstellung zeigt, was Kindertagespflege beinhaltet. „Sie ist ein qualitativ hochwertiges, individuelles, familiäres, flexibles und verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Sie bietet Kontinuität und Sicherheit in räumlicher Nähe zum Elternhaus. Sie sorgt dafür, dass Eltern sich wohlfühlen und Kinder gut versorgt sind“, sagte Daniela Kobelt Neuhaus von der Karl-Kübel-Stiftung.
Beide Seiten profitierten gleichermaßen von der Kindertagespflege. „Sie ist gerade für die Jüngsten gut geeignet, weil sie eine individuelle und familiennahe Betreuung bietet“, sagte Heike Hofmann-Salzer vom Hessischen Sozialministerium.
Kleine Betreuungsgruppen mit maximal fünf Kindern garantierten bedarfsgerechte Angebote. Da die Betreuung flexibel in Anspruch genommen werden könne, werde sie den differenzierten Bedürfnissen von Eltern gerecht.
Darüber hinaus werden in der Ausstellung die örtlichen Angebote im Landkreis Kassel vorgestellt. 150 Tagespflegepersonen betreuen derzeit 485 Kinder. Die Hälfte von ihnen ist unter drei Jahre alt.
Insgesamt arbeiten in Hessen 3100 Tagespflegepersonen. Sie betreuen 9500 Kinder, davon 7000 unter drei Jahren. „Wir sind gut aufgestellt im Landkreis Kassel. Das Projekt war seit seinem Beginn 2008 ein großer Erfolg“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert.
Sie hob die guten Kooperationsstrukturen im Landkreis hervor. Er arbeite bei der Vermittlung von Kindertagespflegepersonen mit dem Mütterzentrum Hofgeismar, der Sternschnuppe Vellmar, dem Tagesmütterverein Baunatal-Schauenburg, dem Deutschen Roten Kreuz Kassel-Wolfhagen und dem Arbeiter-Samariter-Bund Lohfelden-Söhre zusammen.
Ab 1. August haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. „Darauf sind wir gut vorbereitet“, sagte Selbert. Bis zum Sommer würden zwölf neue Tagespflegepersonen ihre Ausbildung beenden. Für die fachliche Qualifizierung bietet der Fachbereich Jugend des Landkreises Qualifizierungskurse an.
Im Kreishaus in Kassel (Wilhelmshöher Allee 19 A) ist die Ausstellung bis zum 31. Januar zu sehen. Ab 1. Februar macht sie dann Station in der Herkulespassage in Baunatal. (pke)
Artikel publiziert am: 23. Januar 2013
Datum: 11. Februar 2013, 12.00 Uhr
Quelle: http://www.hna.de/lokales/soehre-kaufungen/ausstellung-wirbt-tagesmuetter-2712626.html
Tageselternbörse der Familienbildungsstätte Sternschnuppe sucht weitere Betreuer
Das Kostbarste, was man hat, in fremde Hände zu geben, fällt Müttern und Vätern oft nicht leicht. Um vor allem berufstätige Eltern bei der Suche nach qualifizierten Betreuungspersonen für ihre Kinder zu unterstützen, wurde 2003 in Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises Kassel die Tageselternbörse der Familienbildungsstätte Sternschnuppe in Vellmar ins Leben gerufen.
Unterstützung für Familien: Mütter und Kinder - wie hier Nina Steffen mit Julian, Tanja Bock mit Ida, Nadine Birkelbach mit Luke, Fabiola Aramburu mit Laeticia, Romy Kahle mit Elif, Tanja Braune mit Joana sowie Rabea von Blanckenburg mit Leonore und Kiran im Spielkreis (von links) - profitieren von den Angeboten der Sternschnuppe in Vellmar, zu denen auch die Tageselternbörse gehört. Foto: Rogge-Richter
26 Tagesmütter und ein Tagesvater für die Bereiche Vellmar, Ahnatal, Espenau sowie Fuldatal befinden sich derzeit in der Kartei der Tageselternbörse, die diese berät und vermittelt. Und zwar so erfolgreich, dass Roselind Winkler, Organisatorin der Börse, jetzt einen Aufruf startet.
„Professionelle Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sind rar. Deshalb suchen wir dringend Frauen und Männer, die als Tagesmütter beziehungsweise -väter arbeiten wollen. Vor allem in Fuldatal fehlen uns Kindertagespflegepersonen“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin. Über die Tageselternbörse erfolge der erste Kontakt mit den Frauen und Männern, die sich dafür interessieren, Tagespflegekinder zu betreuen. „Wir sind nah dran. Die Fachstelle des Jugendamtes entscheidet dann in letzter Konsequenz, ob sich die Bewerber für diese Tätigkeit eignen“, erläutert Roselind Winkler.
Die Voraussetzungen: Wer sich als Tagesmutter bewirbt, muss Freude am Umgang mit Kindern haben. Zudem sollten die Interessierten Kindern eine liebevolle, familiäre Atmosphäre bieten können. Dazu gehört auch, sich als Tagesmutter für pädagogische Themen zu interessieren und darin weiterzubilden
Wichtig sei auch, dass die Tagesmütter den Eltern und Kindern ein zuverlässiges Betreuungsangebot bieten können - und das dauerhaft: „Eltern und Kinder müssen sich auf die Betreuungspersonen verlassen können.“ Was die Betreuungszeiten betreffe, sollten die angehenden Tagesmütter flexibel sein: „Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, benötigen zum Beispiel eine Kinderbetreuung ab 6 Uhr morgens. Auch nachts oder am Wochenende besteht in manchen Fällen Bedarf.“
Geschlecht, Alter, Beruf, Familienstand und Konfession spielten laut Roselind Winkler bei der Eignung zur Tagespflegeperson so gut wie keine Rolle. Volljährigkeit und zumindest ein Hauptschulabschluss seien jedoch Pflicht. Wer die Grundvoraussetzungen erfülle, müsse sich noch in Seminaren qualifizieren, um die Pflegeerlaubnis zu erhalten und als Tagesmutter arbeiten zu dürfen. Der Stundenlohn sei dabei Verhandlungssache mit den Eltern, erläutert Winkler. „Es gibt jedoch einen festen Zuschuss von 2,70 Euro, den die Eltern des Kindes beim Jugendamt beantragen können.“
Von Sarah Rogge-Richter
Artikel publiziert am: 10.11.2011
Datum: 28.11.2011, 13.00 Uhr
Quelle: http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/ahnatal/liebevolle-atmosphaere-1484409.html
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LANDKREIS KASSEL
DER KREISAUSSCHUSS |
Pressemitteilung | |||
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Landkreis erfolgreich beim Pilotprojekt „Kindertagespflege in Hessen“
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Kreis Kassel. Zwei Jahre nach dem Start haben das Hessische Familienministerium und die Karl Kübel Stiftung im Dezember im Biebricher Schloss in Wiesbaden die
Ergebnisse des Pilotprojekts „Kindertagespflege – Qualität und Professionalität durch Kontinuität und sichernde Rahmenbedingungen“ vorgestellt. Ministerium und Stiftung haben in ihrem
gemeinsamen Projekt umfassende Zielsetzungen verfolgt: Zum einen ging es darum, sichere Rahmenbedingungen für die in der Kindertagespflege Tätigen zu schaffen und Familien und ihre
Kinder durch verlässliche Strukturen zu unterstützen. Zusätzlich wurden Kommunen neue Strategien beim Aus- und Aufbau von Strukturen im Kinderbetreuungsbereich aufgezeigt, wobei die
bereits vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten berücksichtigt wurden.
Die sieben beteiligten Pilotstandorte des Projekts waren zuvor in einem hessenweiten Bewerbungsverfahren ausgewählt worden. Bei den Standorten handelt es sich um den Landkreis Kassel mit den Kooperationspartnern Sternschnuppe Vellmar, Mütterzentrum Hofgeismar, Deutsches Rotes Kreuz Wolfhagen, Tagesmütterverein Baunatal-Schauenburg und ASB Lohfelden sowie um Wetzlar, Gründau, Oberursel, Frankfurt, Wiesbaden und Bensheim. Bei der Standortwahl war bewusst auf unterschiedliche Rahmenbedingungen geachtet worden; dadurch sollen sich die erreichten Ergebnisse besser auf möglichst viele weitere Träger von Kindertagespflege übertragen lassen. Das Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, Daniela Kobelt Neuhaus, lobte das Engagement und die Erfolge der Beteiligten: „An den Pilotstandorten sind viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert worden, um die Kindertagespflege umfassend zu fördern und auszubauen. Alle vom Thema Kindertagespflege betroffenen Gruppen – Eltern, Kinder und Kindertagespflegepersonen – können in Zukunft von den Ergebnissen des Projekts profitieren.“ Um die konkrete Arbeit zu unterstützen, hatten die Standorte jeweils ein Startgeld in Höhe von 10.000 Euro erhalten; für die Projektpartner des Landkreises Kassel gab es ein Startgeld von je 2.500 Euro. Zusätzlich erhielten die Standorte fachliche Unterstützung, beispielsweise beim Aufbau von Trägerstrukturen oder bei der Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen. Weitere Maßnahmen waren die Teilnahme an Fachveranstaltungen, der Erfahrungsaustausch mit Fachleuten, praxisnahe Information, Vor-Ort-Begleitung durch Workshops, die Bereitstellung von Arbeitsmaterialien sowie eine projektbegleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Ergebnisse an den Standorten zeigen, dass dort – ganz im Sinne der Zielsetzungen des Projekts – unterschiedliche Aufgaben in Angriff genommen worden sind, um die Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege zu optimieren.
Der Landkreis Kassel hat im Verlauf des Projekts gemeinsam mit seinen Projektpartnern den Aufbau einer funktionierenden Vermittlungsstruktur von Kindertagespflegepersonen erreicht. Landkreis und beteiligte Trägerorganisationen von Kindertagespflege haben sich intensiv vernetzt und arbeiten gemeinschaftlich daran, tragfähige und verlässliche Angebote in der Kindertagespflege zu einem regionalen Standortfaktor zu entwickeln. Die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen ist ausgeweitet worden. Zu den wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft zählt die Klärung der Möglichkeiten zur Festanstellung; hierzu werden bereits Modellrechnungen durchgeführt. Die Veranstalter zeigten sich von der Arbeit der Pilotstandorte beeindruckt. Die Ergebnisse könnten Trägern und Anbietern der Kindertagespflege in ganz Hessen als Beispiel dienen.
Bei der Abschlussveranstaltung ist auch auf die bedeutende Rolle des Hessischen
Kindertagespflegebüros in Maintal hingewiesen worden; dieses hat in den vergangenen zwei Jahren jeden einzelnen Pilotstandort mit fachlichem Rat, konkreten Arbeitshilfen,
Fortbildungsangeboten und Supervision unterstützt und hatte sich an Koordinierungstreffen und gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen an allen Projektstandorten beteiligt.
Ministerium und Stiftung würdigten auch die erfolgreiche Arbeit des Instituts für Organisationskommunikation IFOK GmbH, das mit der Durchführung des Pilotprojekts beauftragt
war. Das Pilotprojekt Kindertagespflege hat weit über die Grenzen Hessens hinaus hohe Beachtung gefunden. Die Bilanzveranstaltung stellt zwar das Ende der operativen Phase dar, doch die begonnene Arbeit wird an den Standorten auch nach dieser Pilotphase weitergehen. Darüber hinaus werden die gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen in einen Praxisleitfaden einfließen, der allen Kommunen, Trägerorganisationen und Multiplikatoren im Bereich der Kindertagespflege in Hessen zur Verfügung stehen wird.
Hintergrund:
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Kindertagespflege im Landkreis Kassel vertraglich abgesichert !
Eine flächendeckende Kindertagespflegevertmittlung gibt es nun seit Januar 2011 für alle Bereiche im Landkreis Kassel.
Näheres unter: